Ich war zwar bereits am letzten Dienstag, dem 06.03., auf der CeBIT, schaffe es aber leider erst heute darüber zu schreiben. Es war, geschätzt, das achte Mal das ich nun dort war, jedoch das erste mal, dass ich so richtig beruflich dort unterwegs war. Leider muss ich dieses Jahr erstmalig sagen: Es hat sich nicht gelohnt. Die CeBIT ist leider nicht mehr das, was sie einmal war. Die CeBIT hat einfach starke Konkurrenz bekommen, zudem wird die CeBIT nichtmehr, wie früher, von den Herstellern genutzt um neue Produkte zu veröffentlichen oder die gerade veröffentlichten Produkte an die Leute zu bringen. Man hat das Gefühl, die CeBIT wäre irgendwie eingeschlafen, als wäre es ein Pflichttermin für Alle, auf den aber Keiner so richtig Lust hat. Ich glaube das mittlerweile zwei Jahre alte “neue Konzept” der CeBIT, mit dem zum Beispiel die Themenbereiche neu und klarer definiert wurden, ist in die falsche Richtung losgegangen. Man hat versucht die CeBIT wieder für den Endverbraucher schmackhaft zu machen. Sinnvoller wäre es sicherlich gewesen wieder den Fokus auf die Fachbesucher zu lenken. Denn sind wir mal ehrlich, welche Kunden möchten die meisten der Aussteller dort erreichen und was für Kunden kommen wohl von Dienstag bis Freitag?
Mich würde es freuen, wenn die Messe zeitlich zweigeteilt werden würde: Innerhalb der Woche soll der Fachbesucher sich dort wohlfühlen. Da wissen die Aussteller mit wem sie es zutun haben und können ihre Stände danach ausrichten. Und das Wochenende legt man für den Verbraucher aus. Fette Veranstaltungen für den kleinen Mann, große Präsentationen und Produktvorstellungen. Samstags-Abend vielleicht eine Art After-Show-Party. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie die nächsten Jahre verlaufen werden.
Trotzdem möchte ich euch noch mit ein paar Bildern und kurzen Texten meine Highlights der CeBIT in diesem Jahr präsentieren:
Der Samsung-Stand war für mich am spannendsten. Dieser Multi-Touch-Tisch hat es wirklich in sich. Denn die Oberfläche reagiert nicht nur auf Berührungen, sondern auch auf Gegenstände. Auf diesem Bild liest der Tisch gerade einen QR-Code von einem kleinen Zettel.
Samsung zeigte auf der CeBIT auch die Windows Tablets, leider waren die ausgeschaltet. Die Hardware beeindruckt trotzdem. Denn das Tablet wirkt stabil, schön und mobil, besitzt aber trotzdem einen Leistungsstarken Core i5 Prozessor und verspricht lange Akku-Laufzeiten. Allerdings wird dieses Tablet wohl erst für den Endverbraucher mit Windows 8 interessant.
Mein absolutes Highlight auf der CeBIT. Transparente Displays. Auf dem Foto lässt es sich schwer erkennen, aber die Schriften auf dem Bildschrim wirkten wie aufgedruckt. Was mit transparenten Displays alles möglich ist, könnt ihr euch vorstellen. Meine Fantasie geht da in die Automobil-Branche, dort stelle ich mir solche Displays im Dach vor, selbst wenn man diese nur als Lichtquelle nutzen würde.
Auch in diesem Jahr konnte man mal wieder allerlei krasse PC-Gehäuse sehen. Dieses ist mir allerdings eher unangenehm aufgefallen. Die Idee mit dem Kühlschrank darin ist zwar ganz nett und auch optisch sieht das Gehäuse nicht schlecht aus. Allerdings fand ich es enormst störend, dass sich das Maschinengewehr unter lautem Quietschen gedreht hat.
Das ist doch mal ein gut belüftetes Gehäuse. Der Hersteller hat es in allen erdenklichen Formgrößen angeboten. Ich finde das Gehäuse-Konzept für Micro-ATX-Mainboards zum montieren hinter dem Bildschirm interessant und sinnig.
NAS-Speicher standen auch auf der CeBIT hoch im Kurs. Auch ich überlege mir so langsam einen anzuschaffen um meine Daten sicher im RAID-Verbund aufbewahren zu können. So groß muss die Lösung für mich aber nicht sein.
Alpenföhn. Ein Hersteller für Lüfter, den ich bisher nicht kannte, aber mir auf jeden Fall merken werde. Denn die Lüfter sahen gut und qualitativ aus.
Tja, das waren schon meine Highlights. Ich weiß, etwas rar und weit ab vom Mainstream, aber ich sagte ja, das mir die großen Highlights fehlten. Und mit den neuen “coolen” Solutions von SAP möchte ich euch hier wirklich nicht belästigen.







